Medikamentös unterstützte Steinausscheidung

In unkomplizierten Fällen ist es möglich die Ausscheidung eines Harnsteines medikamentös zu fördern. Sollte bei Ihnen ein Nieren- bzw. Harnleiterstein festgestellt worden sein, berate ich Sie gerne bezüglich der Risiken und Abgangs- wahrscheinlichkeiten unter medikamentöser Therapie.

 

Operative Nierensteinentfernung

 

Ureteroskopische Steinentfernung (Harnleiterspiegelung)

 

Steine im gesamten Harnleiter (Ureter) können im Rahmen einer Ureteroskopie (Harnleiterspiegelung) entfernt werden. Für diese Behandlung ist KEIN Hautschnitt erforderlich. Stattdessen wird in Narkose ein ca. 4mm dünnes Instrument durch die Harnröhre in die Blase und von dort in den Harnleiter zum Stein vorgeschoben. Der Arzt kann so den Stein unter Sicht mit dem LASER zertrümmern bzw. mit einem Körbchen einfangen und entfernen. Manchmal wird eine 2mm dünne, weiche Harnleiterschiene eingelegt bis der Harnleiter abgeschwollen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Perkutane Nephrolitholapaxie

 

Nierensteine können durch einen kleinen, 5mm-10mm großen Punktionskanal in der Niere, entfernt werden. Dieses perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL) genannteVerfahren ist eine minimalinvasive Operation zur Entfernung großer Nierensteine.

 

 

 

Bei größeren Steinen kann es nötig sein, den Stein in der Niere zu zerkleinern. Dazu werden Sonden verwendet, die Energie auf den Stein applizieren (LASER, Ultraschall). Im Allgemeinen erfordert diese Prozedur einen Spitalaufenthalt über ca. 3 Tage. In der Regel wird auch bei diesem Verfahren eine Harnleiterschiene für ein paar Tage belassen, die dann ambulant problemlos entfernt wird.

 

Steinanalyse

Prävention einer Steinneubildung

Die Hälfte aller Steinpatienten bildet einen zweiten Stein und 25% erleben mehr als zwei Steinepisoden. Die Steinbildung ist heterogen und komplex, da eine Vielzahl von Faktoren daran beteiligt ist.

Sie können Ihren aufgefangenen Stein mitbringen und erhalten innerhalb einer Woche eine genaue Analyse der Zusammensetzung Ihres Steines. Diese Analyse lässt Rückschlüsse auf die Ursache der Steinbildung zu.



Sollte bei Ihnen ein fraglich erhöhtes Risiko für eine Steinneubildung vorliegen so empfiehlt sich die Erstellung eines Risikoprofils. Eine Analyse eines Harnsteines gemeinsam mit einer Harnuntersuchung kann nach Identifizierung von Risikofaktoren und einer entsprechenden Nachsorge die Steinneubildungsrate deutlich senken.